"Die
Wuuzlbittewas?". Der Zusammenhang dieses Wortgebildes - zusammengesetzt aus der Frage
nach einer Quadratwurzel und dem Erstaunen über eine ungewollte Unterbrechung - ist nur
nach vier Semestern intensiven Trainings für einen Schüler zu verstehen. Die gleichen
Probleme ergeben sich bei dem Verständnis der ohnehin schon schwierigen mathematischen
Begriffe wie z. B. Pallallellogramm oder mümalnümallambdaalpanachdephi. Die
Sprachgeschwindigkeit vs verhält sich übrigens indirekt proportional zur Körperhöhe h
und zur noch verbleibenden Unterrichtszeit tu:
vs = k x 1 / (h x tu)
Dabei war der Anfang unserer Beziehung ganz harmlos. Mögen auch seine pädagogischen
Mittel auf den ersten Blick recht unorthodox erscheinen, so waren sie aber doch im
Endeffekt sehr wirksam: Man bemühte sich, den Unsinn in Lingers Stunde zu unterlassen und
in andere Stunden zu verlegen, um dem vielgefürchteten Hofdienst zu entgehen. Doch trotz
allem hatte Herr Teuber, unser Hausmeister, nie Mangel an unfreiwilligen Arbeitskräften,
die - mittlerweile angelernt - die letzten Ecken unseres Schulhofs besser kannten als der
dienstälteste Lehrer.
Eine weitere herausragende Fähigkeit des begeisterten Waldhornbläsers und
Faustballspielers ist es, Fragen zu beantworten, die überhaupt nicht gestellt waren und
umgekehrt - es wird uns immer ein Rätsel bleiben.
Vielgeachtet waren auch die Lingerschen Physikversuche, die jedes Schülerherz höher
schlagen lassen. Man erinnere nur an das Experiment zur Mischung von Flüssigkeiten: Was
passiert, wenn man ein Liter 10 Grad kaltes Wasser mit einem Liter 50 Grad warmem Wasser
mischt und beides gleichzeitig in ein Ein-Liter-Gefäß schüttet? Es schwappt alles über
und das Klassenbuch weicht auf.
Nach beendeter Entwässerung des Tisches und des angrenzenden Fußbodens wurde der
Versuch wiederholt, diesmal mit einem Fünf-Liter-Auffanggefäß. Allerdings hat er dieses
Mal beim Eingießen die beiden Wasserbehälter mit den Rändern verkantet...
Herrlich anzuschauen war auch der Versuch zum Nachweis des Luftdrucks. Man füllt ein
Becherglas randvoll mit Wasser und legt einen Bierdeckel oben drauf. Dann dreht man das
Gefäß um, läßt den Bierdeckel los und wie von Wunderhand gehalten bleibt das Wasser im
Glas und der Deckel dran - es muß wohl ein Luftloch im Raum gewesen sein
(Versuchsergebnisse siehe oben).
Privat ist er wirklich ein dufter Typ, das kann wohl jeder Physik-LK-Tutant
bestätigen, der mit auf die Projektfahrt nach München gefahren ist oder bei einem
Tutantentreffen dabei war. |