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Der Englisch-
Leistungskurs
Englisch-LK und Tut-Gruppe mit Frau Jörgens.

Wenn ich über die Highlights des Englisch-Leistungskurses, respektive über die der Tutanden-Gruppe bei Frau Jörgens schriebe, wäre dieser Artikel zweifelsohne ein Insiderresumé.

Wer kann sich schon die Verbindung zwischen Abführmittel, Chaucer, Plätzchen, Kondomen, Vietnam, King Duncan, disarmament, soap operas, Wordsworth, Tess und Ben vorstellen?

Doch dieses und vieles mehr war Thema des Englisch-LKs. Die elf Insassen dieses Leistungskurses waren zum größten Teil auch Mitglieder der Jörgensschen Tut-Gruppe, des Englisch-Projektes und der Besinnungstage in Oederquart - die Hälfte teilte sogar das harte Los des Deutsch-LKs. Wir waren eine bunt zusammengewürfelte Truppe, die sowohl Weihnachstplätzchen in Holm buk, als auch über Shakespeares "Macbeth" philosophierte.

Am Unterrichtsgeschehen mußten und durften wir aktiv mitarbeiten: nicht nur wöchentliche Hausaufsätze, die die Sprachsicherheit erstaunlich steigerten, sondern auch die vielen Referate brachten Abwechslung in den gräulichen Schulalltag. Die allgemein verbreitete Konnotaion mit Referaten ist Langeweile, doch mit Videoaufnahmen, Live-Performances und Süßigkeiten wurde für lockere Stimmung und fachliche Nuancierung gesorgt.

Trotz der weitgefächerten Thematik: "Macbeth", American Dream, "Tess of the d'Urbanvilles" und Short Story - die durch die zahlreichen speeches abermals vergrößert ward - gab es einen roten Faden, der allerdings nicht, wie böse Zungen behaupten, aus dem (!) kessen Mini stammt. Ob Lady Macbeths ekstatisches "unsex me here" zu wilden Inszenierungsvorschlägen einlud, Willy Lowmanns Unterscheidung zwischen "he's liked - but he's not well liked" amerikanische Mentalität durchscheinen ließ, Tess' herzerweichendes "I am ready" in Stonehenge widerhallte oder ein Priester in Wesker's World gekreuzigt wurde: die Moral von der Geschicht ward stets: think positive! Als Lebensmotto haben sich diese zwei Wörter sicherlich in unser seelisches Fleisch gebrannt.

Um meinem Vorhaben, nicht nur aus dem Nähkästchen zu plaudern, treu zu bleiben, muß ich leider darauf verzichten, die leckeren Hefebrötchen in Oederquart näher zu beschreiben, Frau Hansen für ihre spontane, herzliche und interessante Unterrichtsübernahme zu danken, und Raritäten wie die kroatische Toilettensimulation zum Besten zu geben.

Als Anregung für nachfolgende Schüler - und Lehrergenerationen mag das Erfolgsrezept unserer Truppe stehen: Offenheit. Vielleicht haben wir besonderes Glück gehabt, viele Schulstunden miteinander zu teilen, Projektwoche und Besinnungstage im gleichen Kreise verleben zu dürfen, doch entscheidend war die herzliche Offenheit, die von Lehrer- und Schülerseite besteht. Trotz unterschiedlichster Einstellung wissen wir viel voneinander und können über alles lachen, reden und endlos diskutieren. (Besonders Christiane und ich!)

Wir haben viel von uns mit in die Stunden gebracht und - da Frau Jörgens es ebenso hielt - noch mehr mitgenommen. Deshalb gebührt nicht nur ihr, sondern allen aktiven Teilnehmern Lob, Dank und Anerkennung.

Bis spätestens am dritten Adventssonntag in Holm...

Alexander Meier-Dörzenbach
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